La Darbia blog

Ein „verwaister“ Berg und eine jahrhundertealte Ulme

Text von Claudia Femia

Mer, 12 aprile 2023
Ein „verwaister“ Berg und eine jahrhundertealte Ulme
credits: @jan_cattaneo
  Mit dem Beginn der warmen Jahreszeit gehe ich gern spazieren, mache leichte Wanderungen mit schöner Aussicht und sauberer Luft. Hier ein Vorschlag für alle La Darbia Freunde. @svadore Auch wenn der Wetterbericht nichts Gutes vespricht, habe ich beschlossen heute zum Montorfano (W..

 

Mit dem Beginn der warmen Jahreszeit gehe ich gern spazieren, mache leichte Wanderungen mit schöner Aussicht und sauberer Luft. Hier ein Vorschlag für alle La Darbia Freunde.


@svadore

Auch wenn der Wetterbericht nichts Gutes vespricht, habe ich beschlossen heute zum Montorfano (Waisenberg) zu gehen. Er steht einsam an der Mündung des Flusses Toce zwischen dem Lago Maggiore und dem Lago di Mergozzo. Man kommt ohne große Mühen hoch, entlang der befahrbaren Straße, bis zur kleinen Burg um die hübsche romanische Kirche San Giovanni Battista. Es ist ein kleines und reizendes Gebäude, das am Vormittag immer geöffnet ist und gut besichtigt werden kann.
Nach zehn Minuten erreicht man einen wunderschönen Aussichtspunkt, den sogenannten „Belvedere”. Von hier aus sieht man die Borromäischen Inseln, Stresa und Pallanza.


@francescoschiraldi

Der gewundene Verlauf des Flusses Toce, der 80 Kilometer entfernt in den Bergen entspringt, kann von oben bewundert werden, während er in den Lago Maggiore fließt.
An den Hängen des Montorfano kann man auch die Reste der „Linea Cadorna” besichtigen. Es handelt sich um Befestigungen, die während des Ersten Weltkriegs errichtet wurden. Außerdem wurde hier in dieser Gegend der weiße Granit abgebaut. Die sogenannten „picasass” (Steinhauer) haben hier mit ihrer harten Arbeit Geschichte geschrieben.


@marcopalermiti

Ich beginne nun mit dem gemütlichen Abstieg: Man geht über den „Sentiero Azzurro” und gelangt über einen Weg inmitten der Wälder direkt auf den Platz von Mergozzo. Hier direkt am See erblickt man die berühmte alte Ulme, die seit 1600 im Zentrum der Stadt steht. Die Atmosphäre ist ruhig, der See absolut still. Ein paar Fischer kommen zurück zum Ufer, weil es Mittag wird.


@eggregars

So beschließe auch ich in einem der Lokale unter den Arkaden einzukehren. Es gibt Pizzerien, Eisdielen und sehr gute Restaurants. Aber vor dem Rückweg sollte man unbedingt noch die berühmte „fugascina” probieren, eine süße Focaccia, die aus Mergozzo stammt und zum Fest der Heiligen Elisabeth vorbereitet wurde.

Bei leichtem Sonnenschein genieße ich noch einen Moment die Aussicht auf den kleinen See und seine Ruhe, bevor ich nach La Darbia zurückkehre.